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Ein hohes Geheimnis aus alten Zeiten

1261 erster schriftlicher Nachweis eines Herrschers im Raum des heutigen Rathens. Sein Name: Theodericus des Raden. Papst Urban IV. erwähnt ihn gegenüber dem Probst von St. Thomas zu Leipzig.

um 1300 verwalten böhmische Grafen die Burg als ihr Lehen

1361 versichert Kaiser Karl IV. einem Peter von Michelsberg, dass dieser rechtens im Besitz beider Burgen (Alt- und Neurathen) steht. Lateinisch lautet die kaiserliche Zusicherung: „ambo castra ratny“.

1400 noch ist die Burg freie Herrschaft derer von Michelsberg

1406 Hinko II. Birke von der Duba erwirbt die freie Herrschaft Rathen. Johann von Michelsberg verkauft sie ihm.

1423 beginnt ein langwieriger, blutiger Streit um die Burg Altrathen. Zunächst erhält Benesch, dritter Sohn von Hinko dem Älteren, die Burg mitsamt Zubehör. Zum Zubehör zählen immerhin Rathewalde, Waltersdorf, Weißig und Prötzscha. 

Benesch, einer aus dem Duba-Geschlecht, liegt wie alle Dubaer im Streit mit Friedrichvon der Oelsnitz, dem Vogt auf dem Königstein.

1426 erobert Friedrich von der Oelsnitz die Burg.

1438 die Dubaer holen sich die Burg zurück. Ein Sohn Beneschs mit dem schönen Namen Albrecht Birke von der Duba hält die Feste ein ganzes Jahr.

1439 ist für die Dubaer Schluss. Friedrich von der Oelsnitz marschiert wieder ein.

1466 Hans von der Oelnitz fällt höchst offiziell in Ungnade. Er ist Herr auf Rathen, vor allem aber Raubritter von besonders üblem Zuschnitt.

1467 beginnt die Belagerung durch den Sächsischen Kurfürst Ernst und seinen Bruder Herzog Albrecht.

1469 fällt die Burg. Raubritter Hans von der Oelsnitz kommt jedoch davon und versucht fürderhin, mit diplomatischen Tricks seine Burg zurück zu bekommen. Ungarn-König Matthias Corvinius verwendet sich für ihn.

1471 erscheint Raubritter von der Oelsnitz am 7. Februar zur Vernehmung am Dresdner Hof. Seine frechsten Hoffnungen aber erfüllen sich nicht.

1485 fällt Rathen im Zuge der sächsischen Erbaufteilung an Herzog Albrecht.In den nächsten Jahrhunderten begibt sich wenig. Die Burg verfällt, ebenso die Burg Neurathen.

1888 kauft der Dresdner Eduard Seifert die Reste der Burg und lässt diese bis 1893 als Neo-Burg wieder auferstehen.In den folgenden Jahrzehnten macht eher die Burg Neurathen mit allerlei Funden auf sich aufmerksam.

1945 wird die Burg Altrathen enteignet und an den VEB Brau und Malz Dresden gegeben. Mitte der 50er Jahre übernimmt die Staatsbank der DDR das Objekt als Ferien- und Schulungsheim.

1991 fällt die Burg Altrathen zunächst an die Kreditanstalt für Wiederaufbau, von dieser an die Treuhandanstalt.

1995 bekommen Otto Bantele und Peter Jäger den Zuschlag. Ein wichtiges Argument ist deren vorausgehendes Engagement für die Elbterrassen, für Wachwitz und für die Villa Marie in Dresden.

1997 übernimmt Katrin Tietz als Pächterin die Burg. Sie gestaltet die Burg zu einem spannenden Ort für besondere Erlebnisse.

2001 bekommt Familie Sommer die Aufgaben der Pächterin übertragen. Sie entwickeln die kulturellen Angebote der Burg konsequent auf den Geschmack der breiten Öffentlichkeit hin.